Fotos vom Sommerarbeitseinsatz in Rumänien
Sommerarbeitseinsatz in Rumänien
- 08. August bis zum 17. August 2008 -Zusammen mit der Deutschen Humanitären Hilfe Nagold e.V. (DNNH) hat Prisma e.V. dieses Jahr einen Arbeitseinsatz in Cluj, Rumänien durchgeführt. Dabei haben wir bei Prison Fellowship Rumänien mit 18 Jugendlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern drei Bauprojekte durchgeführt und mit 2 LKW-Ladungen Hilfsgüter unterstützt.
Prison Fellowship Rumänien (PFR) ist hauptsächlich im Bereich der freien Straffälligenhilfe tätig und arbeitet mit fast 5000 Ehrenamtlichen in den 37 Gefängnissen des Landes. PFR war wesentlich daran beteiligt, ein System der Bewährungshilfe in Rumänien einzuführen und hat Zentren für Obdachlose, Straßenkinder, Mütter und Kinder und eine Tageseinrichtung für straffällige Kinder und Jugendliche aufgebaut.
Während unseres Aufenthaltes haben wir drei Bauprojekte durchgeführt:
Tageseinrichtung für straffällige Kinder und Jugendliche
Diese Einrichtung ist für Kinder, die kriminell geworden sind, aber vor dem Gesetz dafür nicht verantwortlich gemacht werden können. Ziel ist, ihnen Chancen aufzuzeigen, ein Leben ohne Kriminalität zu ermöglichen und sie in die Gesellschaft zu integrieren.
Wir werden dort in neun Zimmern Linoleum verlegen, tapezieren, streichen, Zimmermansarbeiten erledigen und Fenster reparieren.
Die Einrichtung gibt Obdachlosen Unterkunft in der Nacht und hilft ihnen, geregelte Arbeit zu finden und sich in die Gesellschaft zu integrieren.
Wir werden Räume tapezieren, streichen, das Dach renovieren und austauschen und Toiletten reparieren und erneuern.
Das Heim ist für 70 Obdachlose zwischen 18 und 78 Jahren. Die Teilnehmer bleiben bis zu 24 Monaten dort und sollen an den Berufsalltag herangeführt und auf ein selbständiges Leben vorbereitet werden.
In dem Heim werden wir vorhandene Toiletten reparieren und neue einbauen.
Wer baut mit?
Bei dem Arbeitseinsatz nahmen Alumni (ehemalige Projektteilnehmer vom Seehaus Leonberg), ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiter vom Seehaus Leonberg und andere Interessierte teil. Julian Kirschner, Geschäftsführer der DHHN, hat mit einem 40-Tonner Hilfsgüter nach Cluj gebracht und den Einsatz vor Ort koordiniert.
Unterstützung
Wir freuen uns über die Unterstützung der unten genannten Firmen. Wir konnten so mit einem Lastwagen von DHHN und einem Lastwagen der Heck Spedition GMBH aus Gerlingen Hilfsgüter nach Rumänien bringen.
- Adolf Würth GmbH & Co. KG (Werkzeug)
- Alfred Ritter GmbH & Co. KG (Schokolade)
- Armstrong DLW AG (Linoleum)
- Brillux GmbH & Co. KG (Farben)
- Baden-Württembergische Bank (Finanzielle Unterstützung)
- Creaton AG (Dachziegel)
- DuPont (Unterspannbahn)
- Erfurt & Sohn KG (Tapeten)
- Emil Soller Sanitäre Installation (Waschbecken und Toiletten)
- Fendal-Farben (Farben, Tapete,...)
- farbtex Kaltenbach + Maier GmbH & Co. KG (Farben)
- Gebr. Lotter KG (Waschbecken, Duschen)
- Geigle Installationen & Sanitär GmbH (Duschen, Waschbecken)
- Gustav Heess Oleochemische Erzeugnisse GmbH (Sonnenblumenöl)
- Haubold (Nagler & Nägel)
- HeidelbergCement AG (Zement, Beton, finanzielle Unterstützung)
- Heck Spedition GmbH (LKW/Transport)
- Klar Seifen GmbH (Seife, Shampoo,...)
- Kaeser Kompressoren GmbH (Kompressor und Schläuche)
- Karl Ott & Co. (Linoleum)
- Klar Seifen GmbH (Seife, Shampoo,...)
- Mafell AG (Werkzeug)
- METRO Cash & Carry Deutschland GmbH (Lebensmittel)
- Oryza GmbH (Reis)
- Reisser AG (Waschbecken, Toiletten)
- Robert Bosch AG (finanzielle Unerstützung)
- Südzucker AG (Zucker)
- Wagner Großhandel GmbH (Laminat)
Herzlichen Dank für die Unterstützung!
Einige der Kosten für den Hilfstransport sind noch nicht gedeckt Finanzielle Unterstützung für die Arbeit von Prison Fellowship Rumänien ist ebenso willkommen!
Kooperationspartner:
DHHN
Prison Fellowship Rumänien
Prisma e.V.
Kreissparkasse Böblingen, Konto Nr.: 8176682, BLZ: 603 501 30
Stichwort: Rumänien
Prison Fellowship Rumänien
Unterstützung von Kinderheimen in Rumänien
Heim für Kinder von Gefangenen
Verängstigte und verwahrloste Kinder schlafen auf dem Gehweg. Einen sicheren, warmen Platz zum Schlafen zu haben, ist für viele Kinder in Rumänien nur ein Traum.
Ein altes Gutshaus, das die rumänische Regierung Prison Fellowship Rumänien zur Verfügung gestellt hat, kann für einige dieser Kinder Hoffnung bringen. Prison Fellowship Rumänien hat das Gebäude renoviert und auf Vordermann gebracht. Sie haben eine Heimat für die errichtet, die sonst keine Heimat haben: die Kinder von Gefangenen. 40 Kinder können in dem Gutshaus untergebracht werden. Sie werden von Psychologen, Sozialarbeitern und anderen Betreuern rund um die Uhr versorgt.
Die Kinder sind zwischen 3 und 15 Jahre alt. Ein oder beide Elternteile sind im Gefängnis. Viele der Kinder sind gleichzeitig Opfer von Kindesmisshandlung und die meisten von ihnen enorme emotionale Probleme, die ihre Fähigkeit, das Leben zu meistern, sehr beeinträchtigen. Während der ersten Woche in ihrer neuen Heimat werden die Kinder auf ihre physische, psychologische und soziale Situation hin eingeschätzt. Die Bezugsperson erstellt einen individuell gestalteter Betreuungsplan. Die Kinder werden dabei im sozialen, akademischen, emotionalen und religiösen Bereich gefördert. Ziel ist es, den Kindern ein höheres Selbstwertgefühl zu vermitteln, persönliche und soziale Fähigkeiten zu fördern, schulischen Erfolg zu ermöglichen, den Umgang mit Wut und Aggressionen beizubringen und hohe moralische Werte zu vermitteln. Dabei spielt die Vermittlung des christlichen Glaubens und christlicher Werte eine wichtige Rolle.
Wann immer es möglich ist sollen die Kinder mit ihren Geschwistern und ihren Eltern zusammengebracht und die Familienbanden gestärkt werden, um so eine Zusammenführung der Familien zu erreichen.
Neben den sonstigen Aktivitäten (spielen, lernen, Sport, gemeinsame Haus- und Gartenarbeit,...) werden die Kinder auch im künstlerischen Bereich gefördert. Die Kunstfertigkeit der Kinder in diesem Bereich wurde unlängst dadurch belohnt, dass ihre Gemälde im Nationalen Kunstmuseum in Cluj für einen Monat lang ausgestellt wurden und landesweit Beachtung fanden.
Prison Fellowship Rumänien
Mutter und Kind Heim
Problematik:
In Rumänien werden viele Kinder ausgesetzt, da ihre Eltern sich nicht im Stande sehen, sie zu versorgen. Allein erziehende Mütter oder Familien, bei denen der Vater im Gefängnis ist haben es besonders schwer und können aus wirtschaftlicher Sicht kaum für den Lebensunterhalt ihrer Kinder aufkommen. Wenn die Kinder erst ausgesetzt sind, fristen sie ein tristen Leben auf den Strassen Rumäniens. Sie müssen sich ihr Essen erbetteln, erstehlen oder durch Prostitution verdienen. Die meisten von ihnen werden kriminell und enden im Gefängnis oder kommen vor Hunger oder Krankheit auf der Strasse um.
Prison Fellowship Rumänien hat dieses Problem erkannt und plant präventive Massnahmen:
Das Mutter und Kind Heim
Prison Fellowship Rumänien hat ein 519 m2 grosses Gebäude 20 km ausserhalb von Cluj Napoca übernommen. Das Haus hat einer anderen Organisation gehört, die jedoch aus finanziellen und organisatorischen Gründen nicht mehr in der Lage war, das Mutter und Kind Heim zu führen. Das Gebäude mit dem 2950 m2 grossem Grundstück wurde Prison Fellowship geschenkt.
Prison Fellowship wird das Haus Mitte September eröffnen. Das Haus wird Heimat für 25 Mütter mit ihren Kindern. Die Frauen können entweder direkt nach der Entbindung oder auch schon während der Schwangerschaft in das Haus aufgenommen werden. Auf diese Weise soll vermieden werden, dass die Kinder ausgesetzt werden. Die Mütter und ihre Kinder können so in einem Heim Geborgenheit und Liebe erfahren. Die Mütter nehmen an sozialen Trainingskursen teil, werden in der Erziehung ihrer Kinder angeleitet und können gleichzeitig in dem Heim arbeiten. Neben den Hausarbeiten werden die Frauen auch in landwirtschaftliche Arbeit und in das zuschneiden und nähen von Kleidern eingewiesen.
Ein Team von 9-10 Personen wird die Bewohner betreuen. Ziel ist die Integration in die Gesellschaft. Nach ca. zwei Jahren Vorbereitungszeit wird es ihnen ermöglicht, in der Gesellschaft eine neues Existenz aufzubauen.
In dem Mutter und Kind Heim werden christliche Normen und Werte vermittelt und der Glaube wird von den Mitarbeitern vorgelebt. Verschiedene Kirchen der Region unterstützen das Projekt.
Zeitplan und Kosten:
Ende Juni wurde mit der Renovierung des Gebäudes begonnen. Das Gebäude muss tapeziert und gestrichen werden, die sanitären Anlagen werden erneuert, eine Zentralheizung wird eingebaut und elektrische Leitungen werden verlegt. Das Haus wird zumeist in Eigenarbeit renoviert. Dabei wird ein Team aus 40 Obdachlosen und Ehrenamtlichen von Prison Fellowship Rumänien aktiv.
Für die Renovierung werden ca. EUR 45.000,- benötigt. Nach 2 Monaten Arbeitszeit soll das Projekt Mitte September eröffnet werden.
Nach der Eröffnung entstehen monatlich ca. EUR 3500,- Kosten für die Unterbringung der 25 Mütter mit ihren Kindern.
In dem Heim sollen auch Seminare und Konferenzen stattfinden. Dabei wird ein spezieller Fokus sein, die europäischen Standardregeln für Kinderrechte in Rumänien umzusetzen.
Helfen auch Sie mit, dass diesen Kindern und ihren Müttern geholfen werden kann!
Jede Spende kann viel bewirken!
Prisma e.V.
Kreissparkasse Böblingen, Konto Nr.: 8176682, BLZ: 603 501 30
Stichwort: Rumänien - Mutter & Kind
Prison Fellowship Rumänien
Schulbildung für Roma und Sinti
In Rumänien leben ca. 2,4 Millionen Roma und Sinti. In Rumänien sowie in den meisten anderen Ländern haben Roma und Sinti kein hohes Ansehen. Sie sind als Diebe und herumziehendes Gesinde verschrien. Kaum jemand macht sich jedoch die Mühe, sich näher mit diesen Volksgruppen zu beschäftigen und die Ursache vieler ihrer Probleme zu suchen.
Constantin Asavoaie, Geschäftsführer von Prison Fellowship Rumänien geht davon aus, dass die fehlende Bildung ein grosses Handicap für Roma und Sinti ist und dass viele ihrer Probleme hier ihren Grund haben. Viele von ihnen können weder lesen noch schreiben. Viele von ihnen haben noch nie eine Schule besucht. Asavoaie wurde in letzter Zeit immer mehr auf das Problem aufmerksam, da das Haus für Strassenkinder und Obdachlose von Prison Fellowship in einer Gegend situiert ist, das hauptsächlich von Roma und Sinti bewohnt wird. über 95% dieser Roma und Sinti sind arbeitslos. Sie leben unterhalb der Armutsgrenze und haben weder fliessend Wasser noch einen Stromanschluss. Sie kämpfen ums überleben und so versuchen viele von ihnen durch Diebstahl oder Prostitution ihren Lebensunterhalt zu verbessern. Die Eltern können sich nicht leisten, ihre Kinder in die Schule zu schicken. Die Kinder müssen ihren Teil zur Nahrungsversorgung beitragen. Viele von ihnen werden schon sehr früh kriminell und landen früher oder später im Gefängnis. Ihr Lebensweg ist vorgezeichnet.
Um ihnen eine Chance zu geben, nicht im Gefängnis zu landen, sondern ihren Lebensunterhalt durch Arbeit verdienen zu können, setzt Prison Fellowship Rumänien auf Prävention. Diese Kinder müssen zuerst eine gute Schulausbildung erhalten, um sie so auf das Arbeitsleben vorbereiten zu können.
Prison Fellowship Rumänien will es 250 Kindern im Schuljahr 2002-2003 ermöglichen, die Schule zu besuchen. Die Kinder bekommen Kleider, Essen und Schulbücher. Ihnen wird der Transport zur Schule ermöglicht. Ausserdem wird ihnen bei den Hausaufgaben geholfen und verschiedene Freizeitangebote, besonders auch in den Ferien werden angeboten.
Gleichzeitig werden ihre Familien mit Lebensmitteln, Kleidung und Arzneimitteln unterstützt.
Das Projekt wird vorerst zwei Jahre durchgeführt. Ziel ist es jedoch, dass aus diesem einen Projekt noch andere ähnliche Projekte entstehen und so vielen dieser Kinder eine Schulausbildung und somit ein Startkapital für ihre Zukunft ermöglicht wird.
Die Kosten pro Kind und Jahr betragen EUR 200,-.
Helfen auch Sie mit, dass diesen Kindern geholfen werden kann!
Jede Spende kann viel bewirken!
Prisma e.V.
Kreissparkasse Böblingen, Konto Nr.: 8176682, BLZ: 603 501 30
Stichwort: Rumänien - Sinti & Roma
Alle Spenden, die für ein bestimmtes Projekte eingehen,
kommen zu 100% dem jeweiligen Projekt zu Gute.