Statements CDU


Meine Haltung zur Durchführung eines analogen Projektes des Jugendstrafvollzuges in freien Formen im Bereich des Hainer Sees hat sich durch meinen Besuch des Seehauses Leonberg verstärkt. Ich konnte mich vor Ort überzeugen, dass ein derartiges Objekt keine negativen Auswirkungen auf das territoriale Umfeld besitzt. In Gesprächen mit Gewerbetreibenden, Beiratsmitgliedern des Seehauses Leonberg, Stadträten von Leonberg sowie interessierten Bürgern wurde für mich sichtbar, wie sich eine Meinungsentwicklung von anfänglich skeptisch/ablehnend bis zu einer
positiven Einstellung vollzogen hat. Besonders beeindruckt hat mich, wie die Jugendlichen in das familiäre und gesellschaftliche Leben integriert wurden.

Hermann Patzschke
Gemeinderat in Neukieritzsch, stellvertretender Bürgermeister


Als ich voriges Jahr das erste Mal im Gemeinderat von diesem Projekt erfahren habe, war ich sehr erschrocken, wie man auf die Idee kommen kann, an einem entstehenden Naherholungsgebiet einen „Knast“ zu bauen. Am 03.03.2010 habe ich völlig unvorbereitet und ahnungslos die Reise nach Leonberg angetreten. Als wir dann am frühen Abend in Leonberg eintrafen, wurde meine Neugier immer größer. Der darauffolgende Besuch in dem Gartencenter, das Abendgespräch mit den Beiratsmitgliedern und der Besuch auf dem Reiterhof haben mir zwar gefallen, aber bis zu diesem Zeitpunkt nicht überzeugt. Meine Meinung bis dahin, dass Prisma e.V. uns nur den Leuten vorgestellt hat, die positiv auf das Projekt eingestellt sind. Was ich aber dann bei der Begehung des Seehauses und dem gemeinsamen Mittagessen erlebt habe, hat mich echt vom Hocker geschmissen. Welch eine Freundlichkeit, Höflichkeit und Disziplin dort herrscht, ist einfach sagenhaft. Meine Meinung zu solchen Projekten hat sich auf jedem Fall grundlegend geändert.

Als ich am nächsten Tag wieder zu Hause war, fragten mich natürlich Freunde und Verwandte, wie es denn im „Knast“ war und waren sehr erstaunt, dass ich nur Positives berichten konnte.

Mein Schlusswort würde jetzt immer wieder lauten: Solche Projekte sollte es in ganz Deutschland viel, viel mehr geben!

Andreas Bodenlos
Gemeinderat und Bäcker aus dem Neukieritzscher Ortsteil Großzössen


Der Freistaat Sachsen will im Jugendstrafvollzug neue Wege gehen. Erziehung der Jugendlichen soll zur Vorbereitung auf ein selbstbestimmtes Leben nach der Strafe noch stärker im Mittelpunkt stehen. Ich unterstütze dazu das Projekt des freien Trägers Prisma e. V. Junge Straftäter sollen nach dessen Konzept einüben, sich positiv in eine soziale Gemeinschaft einzubringen und Verantwortung für andere zu übernehmen. Die Strafe wird dabei in einer Einrichtung außerhalb einer Haftanstalt verbüßt. In familienähnlichen Strukturen werden die jungen Menschen gemeinsam arbeiten, sich gegenseitig unterstützen und für ihre Zukunft lernen. Eine geordnete Familie fehlt leider manchen Jugendlichen, die auf die „schiefe Bahn“ geraten. Aber: Häufig gibt es gute Hoffnung, wenn junge Menschen positive Erfahrungen sammeln und neuen Sinn für ihr zukünftiges Leben erfahren.

Steffen Flath MdL
Vorsitzender der CDU Fraktion des Sächsischen Landtages

www.steffen-flath.de


Gerade bei straffällig gewordenen Jugendlichen spielt immer auch der Erziehungsgedanke eine große Rolle. Die jungen Menschen sollen und müssen die Zeit ihrer Freiheitsstrafe aktiv nutzen, um sich mit ihren Taten und mit den Werten unserer Gesellschaft auseinander zu setzen. Dies kann umso besser gelingen, wenn sie in diesem Prozess unterstützt und begleitet werden. Wenn es außerhalb des geschlossenen Strafvollzug neue und bessere Wege gibt, um die Regeln unserer Gesellschaft zu vermitteln, Halt zu geben und gleichzeitig die Eigenverantwortung zu fördern, sollten wir das alle unterstützen.

Mit dem Seehaus Leonberg kann der Verein Prisma e.V. bereits Erfahrung und eine breite Akzeptanz seiner Arbeit vorweisen. Es gilt daher die Vorbehalte zu prüfen und den Mut aufzubringen, gemeinsam den jungen Menschen eine bessere Chance zur Resozialisierung zu geben.

Dr. Gerhard Gey
Landrat Landkreis Leipzig

www.gerhardgey.de


Ich unterstütze Prisma e.V., weil mich die Arbeit sehr überzeugt. Wir dürfen keinen dieser Jugendlichen aufgeben. Es ist unsere Aufgabe, alles zu versuchen, die Jugendlichen in die Gesellschaft zurückzuholen. Damit können wir eine weitere kriminelle Karriere und damit neue Straftaten verhindern. Wir müssen alles tun, damit es keine neuen Opfer gibt.

Marco Wanderwitz MdB
CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag/ Mitglied des Rechtsausschusses

www.wanderwitz.de


Jugendliche Straftäter sollen außerhalb von Justizvollzugsanstalten einen strukturierten Alltag mit klaren Regeln und in gegenseitigem Respekt erfahren. Das wird für viele der Gefangenen wahrlich kein Zuckerschlecken werden. Aber diese Erziehungsstätten bieten eine Chance auf ein Leben ohne Straftaten. Schon das lohnt die Anstrengung. Wir wollen zudem kriminelle Karrieren von Jugendlichen möglichst frühzeitig unterbrechen. Das schafft unmittelbar Sicherheit für die Bürger in Sachsen.

Geert Mackenroth MdL
Sächsischer Staatsminister der Justiz a.D.

www.geertmackenroth.de


Jugendstrafvollzug in freien Formen ist ein Weg zurück in die Gesellschaft, zu den Mitmenschen, als Mitmensch. An sich zu arbeiten, um dieses zu erreichen, ist vielfach schwer, aber leichter auf Wegen, wie Prisma sie den Jugendlichen vorgeben will. Vorgegebene Wege, die ein steiniges Leben nicht glatt bügeln, sondern für die die Beine gehoben oder Steine aufgehoben werden müssen. Ein weiterer Weg, ein guter Weg. Ich unterstütze ihn.

Georg-Ludwig von Breitenbuch MdL
Landwirt in Kohren-Sahlis, Kreisvorsitzender der CDU im Landkreis Leipzig

www.georg-ludwigvonbreitenbuch.de


Ich halte es für wichtig, dass gerade in Zeiten, in denen kontrovers über Jugendkriminalität und deren Folgen für Täter und Opfer diskutiert wird, nach Alternativen zu offenem und geschlossenem Vollzug gesucht wird.

Den Weg, straffälligen Jugendlichen in familienähnlichem Zusammenleben nach christlichem Vorbild Normen und Werte zu vermitteln, halte ich für richtig, da viele Jugendliche ein funktionierendes Familienleben dadurch vielleicht erst kennen lernen.

Glaube, Ehrlichkeit, Fleiß, Ordnung und Höflichkeit sind Tugenden, die ein selbständiges Leben in unserer Gesellschaft ermöglichen und die Gefahr, dass die Jugendlichen nach der Haft erneut Straftaten begehen, deutlich reduzieren.

Durch das konsequente Erziehungsprogramm werden die Jugendlichen zusätzlich auf ihr Leben in Freiheit vorbereitet.

Lars Kluge
Kreisvorsitzender, Junge Union Chemnitzer Land

www.larskluge.de


Das Modellprojekt Seehaus für straffällige Jugendliche im Rahmen der Initiative Jugendhilfe und Kriminalprävention e.V. halte ich für außerordentlich unterstützenswert. Aus meiner langjährigen Erfahrung als Polizeibeamter weiß ich, dass präventive Maßnahmen ein wichtiger Schlüssel  auf dem Weg zur erfolgreichen Kriminalitätsbekämpfung sind. Die Zielsetzung des Jugendhofes Seehaus ist aufgrund seiner ganzheitlichen Konzeption sehr Erfolg versprechend.

Clemens Binninger
Mitglied des Deutschen Bundestages (für den Landkreis Böblingen),
Ordentliches Mitglied im Innenausschuss des Deutschen Bundestages

www.clemens-binninger.de


Modell für den Bund

Im Jugendhof Seehaus in Leonberg werden straffällige Jugendliche, die ohne Bewährung zu maximal zwei Jahren verurteilt wurden, bis zu 18 Monate betreut. Seit 2003 gibt es das Projekt, das vom Verein "Prisma – Initiative für Jugendhilfe und Kriminalprävention e.V." ins Leben gerufen wurde.

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Justizminister Geert Mackenroth bringt innovativen Vollzug der Jugendstrafe auf den Weg

"Jugendliche Straftäter sollen außerhalb von Justizvollzugsanstalten einen strukturierten Alltag mit klaren Regeln und in gegenseitigem Respekt erfahren. Das wird für viele der Gefangenen wahrlich kein Zuckerschlecken werden. Aber diese Erziehungsstätten bieten eine Chance auf ein Leben ohne Straftaten. Schon das lohnt die Anstrengung. Wir wollen zudem kriminelle Karrieren von Jugendlichen möglichst frühzeitig unterbrechen. Das schafft unmittelbar Sicherheit für die Bürger in Sachsen", erklärte der Minister in Dresden.

Quelle: Justizminister Geert Mackenroth bringt innovativen Vollzug der Jugendstrafe auf den Weg vom 06.02.2009


Rede des Mitgliedes des Arbeitskreises Finanzen, Dr. Stefan Scheffold MdL (Zusammenfassung/Auszüge)

"Wenn sich ein Projekt aber bewährt hat, meine sehr verehrten Damen und Herren, wenn dessen Fortführung im Landesinteresse liegt und wenn wir uns hier im Parlament dafür entscheiden, dieses Projekt fortzuführen, dann soll das in der Zukunft natürlich auch geschehen. Beispielhaft haben Sie das „Projekt Chance – Jugendvollzug in freien Formen“ angesprochen, das in den Jahren 2003 bis 2006 durch die Zukunftsoffensive III finanziert worden ist. Dies wollen wir in der Tat im Jahr 2008 fortführen, weil wir dieses Programm für gut halten und hier im Parlament die dafür notwendigen Beschlüsse gefasst haben."

Dr. Stefan Scheffold MdL
Mitglied des Arbeitskreises Finanzen

www.stefan-scheffold.de

Quelle: Rede des Mitgliedes des Arbeitskreises Finanzen, Dr. Stefan Scheffold MdL (Zusammenfassung/Auszüge) vom 23.05.2007