Knast mal anders
FDP führt Fachtagung zum Jugendstrafvollzug durch
Hannover. "Knast mal anders - alternative Formen des Jugendstrafvollzuges" war das Thema der gestrigen Fachtagung der FDP-Fraktion. Experten aus der Praxis, wie JVA-Leiter, Richter und Staatsanwälte aus ganz Niedersachsen diskutierten gemeinsam mit dem Rechtspolitischen Sprecher Roland Zielke und der Justizvollzugspolitischen Sprecherin Ursula Peters.
Dabei stand das Projekt "Prisma e.V." im Mittelpunkt. Das neue Konzept sieht die Verbindung von Wohngemeinschaften, Schulausbildung, Sport und Möglichkeiten einer Berufsausbildung unter einem Dach im Jugendstrafvollzug vor. Es wird seit 2003 erfolgreich in Leonberg bei Stuttgart durchgeführt. Hierbei wird vor allem auf ehreamtliche Helfer gesetzt.
Neben Vertretern des Projektträgers war auch ein Jugendlicher aus dem Projekt anwesend, der seine Erfahrungen aus erster Hand schildern konnte.
"Prisma holt die Jugendlichen da ab, wo sie stehen. Durch Einzelfallbezogene Angebote haben die betroffenen Jugendlichen beste Chancen sich nach dem Vollzug wieder voll in die Gesellschaft zu integrieren", so Peters nach der Veranstaltung.
Auch Zielke fand lobende Worte für das Konzept: "In Leonberg sind alleine 50 Menschen ehrenamtlich beschäftigt. Es zeigt, wie sehr ein solches Projekt Menschen dazu bringt, sich ehrenamtlich zu engagieren, um den Jugendlichen wirklich zu helfen.
"Abschließend regte Zielke ein Modellprojekt in Niedersachsen an: "Wir werden prüfen, ob das Konzept auch für Niedersachsen geeignet ist. Mittelfristig könnte ich mir ein entsprechendes Modellprojekt gut vorstellen."
Der Artikel ist erschienen am 16.01.2007 auf der Website der FDP-Fraktion im niedersächsischen Landtag