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Polizeirevierleiter Markus Geistler lobt die Initiative. Er bemerkt, dass es bei Graffiti-Schmierereien eine hohe Dunkelziffer gibt und dass die meisten überhaupt nicht angezeigt werden.

Oberbürgermeister von Leonberg, Bernhard Schuler, äußert sich sehr zufrieden: „Damit erzielen wir eine deutliche Steigerung der Wohlfühlqualität in unserer Stadtmitte und das subjektive Empfinden einer höheren Sicherheit in unserer Stadt.“

Alex (17),Jugendlicher des Seehauses, war schon als Arbeiter beim Entfernen von Graffitis dabei. Für ihn ist diese Arbeit schon ok., denn er hat ja auch Müll gemacht und Fehler begangen und könne dann wenigstens einen Beitrag für die Gesellschaft leisten. Außerdem entwickelt er ein Gefühl für Gemeinschaft.

Bewertung des Seehauses


Aus Sicht des Seehaus Leonberg, ist das Graffiti-Projekt in Zusammenarbeit mit den verschiedenen Kooperationspartnern gut angelaufen. Laut Presseberichten erfährt die Graffiti-Feuerwehr in der Leonberger Bevölkerung große Beachtung und allgemeinen Zuspruch. Mittlerweile sind an zwei Tagen schon 5 Objekte gereinigt worden. Während der Arbeit werden die Jugendlichen von Passanten angesprochen und ernten Lob für ihren Einsatz. Hausbesitzer zeigen sich begeistert durch den kostenlosen Beseitigungsservice. Zudem identifizieren sich die beteiligten Jugendlichen voll und ganz mit ihrer Tätigkeit. Einmal bietet ihnen die Graffiti-Feuerwehr eine willkommene Abwechslung zum Alltag im Jugendhof. Zum anderen können sie die Erfahrung machen, wie es im richtigen Leben ist.
Positiv zu bemerken ist, dass alle beteiligten Jugendlichen sehr schnell merken, wie aufwändig die Beseitigung von Graffitis ist und welche Schäden damit verbunden sind. Hier wird die Opferperspektive praktisch erfahrbar. Gleichzeitig wird der Gedanke des Täter-Opfer-Ausgleichs praktisch umgesetzt..
Die positive Bewertung durch die Bevölkerung sowie die hohe Anzahl an besprühten Flächen machen die Notwendigkeit der Fortsetzung des Projekts unabdingbar.

Da die Graffiti-Feuerwehr ein gemeinnütziges Projekt ist, stellt Malerbetrieb Blume seine Kosten dem  Seehaus Leonberg formell in Rechnung. Er erhält lediglich eine Spendenquittung. Aus dem Fonds des Landeskriminalamt Baden-Württemberg (LKA BW) "Förderung kriminalpräventiver Maßnahmen" erhielt das Projekt 10.000 €. Überdies wird das gesamte Projekt aus Spenden und Sponsorengeldern finanziert.

Polizeirevierleiter Markus Geistler lobt die Initiative. Er bemerkt, dass es bei Graffiti-Schmierereien eine hohe Dunkelziffer gibt.