Arbeitsverfahren der Graffiti-Feuerwehr
Hinsichtlich des Verfahrens gibt es zwei Wege, um die Graffiti-Feuerwehr ins Rollen zu bringen.
Meistgenutzter Weg ist über die Polizeidienststelle in Leonberg. Betroffene Privatpersonen oder Institutionen erstatten Anzeige wegen Sachbeschädigung durch Graffitis, füllen dann ein bei der Polizei oder auf dem Rathaus ausliegendes Formular (Antrag zur kostenlosen Schadensbeseitigung) aus. Dabei muss der Geschädigte die Beschaffenheit des Untergrunds und die ungefähre Größe des Graffitis angeben, sowie möglichst ein Bild der besprühten Fläche beilegen. Der Antrag wird dann an den Koordinations- und Einsatzleiter Andreas Ziegner - Prisma e.V. - weitergeleitet, der die eingegangenen Aufträge sammelt.
Eine weitere Möglichkeit ist, den Schaden ohne Anzeige bei der Polizei direkt im Seehaus Leonberg zu melden.
Gemeinsam mit Malermeister Hinze, vom Malerbetrieb Blume aus Leonberg, begutachtet Andreas Ziegner die Beschaffenheit des besprühten Objekts. Je nachdem um was für einen Untergrund (Beton, Putz, Metall, Fliesen usw.) und Farbe es sich handelt, müssen verschieden Behandlungsmaterialien benutzt werden. Bei Kacheln wird z. Bsp. Glaspudermehl verwendet.
Sobald der benötigte Kompressor der Kompressor-Zentrale in Ditzingen zur Verfügung steht und die Beseitigung des Schadens mit dem Geschädigten abgesprochen ist, kann die Graffiti-Feuerwehr "ausrücken".
Mit dem
Graffiti-Feuerwehr Dienstfahrzeug geht es zum Einsatzort. Mit einer
Spritzpistole
wird mittels eines Kompressors feines Granulat mit Pressluft und Wasser
vermischt auf den Untergrund gespritzt, um so die Farbe zu entfernen. Doch des
öfteren muss man mit
Hand und Bürste zu Werke gegangen werden. Einsatzleiter Andreas Ziegner ist immer mit dabei, um die Jugendlichen anzuleiten. Auch wenn gerade
nicht mit der Hochdruckpistole gearbeitet werden kann gibt es immer genügend
Zuarbeiten, die zu erledigen sind.
Die Reinigungsarbeiten der besprühten Flächen durch die Graffiti-Feuerwehr sind
kostenlos.